Mein E-Mail-Zugang wurde gehackt und was nun?

PC-Pannenhilfe gehackt

Wieder einmal sind im Internet Millionen von gestohlenen Benutzernamen, Passwörter und E-Mail-Adressen aufgetaucht. 2,7 Milliarden Kombinationen wurden in der im Netz illegal erhältlichen „Collection #1-#5“ geleakt. So nennt man das, wenn die Daten im Darknet zum Kauf angeboten werden.

Wenn Sie so eine im Netz bekannte Kombination nutzen und keine Änderung Ihrer Daten vornehmen, kann es passieren, dass Ihr E-Mail-Zugang von Hackern übernommen wird. Wenn so etwas passiert, ist Geschwindigkeit gefragt. Ein erstes Anzeichen dafür kann ein plötzlich ungültiges Zugangspasswort sein.

Um herauszufinden, ob Sie Teil dieser Sammlung geworden sind können Sie auf den folgenden Seiten Ihre E-Mail-Adresse eingeben und Sie erfahren ob und wann Sie Opfer des Datenklau geworden sind.

have i been pwned? – E-Mail eingeben und auf „pwned“ klicken. Eine E-Mail mit Ihren eventuell abgegriffenen Daten erhalten Sie über die Webseite HPI Identity Leak Checker

In diesem Fall sollten Sie so schnell als möglich den E-Mail-Anbieter kontaktieren und Ihn über die Situation zu informieren. Ein seriöser Anbieter wird Ihr Konto sperren und es auf ungewöhnliche Änderungen untersuchen. Sie können natürlich auch uns anrufen und wir kümmern uns darum. Einfach das Kennwort über den Punkt „Passwort vergessen“ zu ändern wäre fatal, wenn Sie nicht kontrollieren lassen, dass Ihre E-Mail-Adresse Mails an eine fremde Adresse weiterleitet. Dann bekommt der Fremde nämlich sofort gleich wieder die Rücksetzungsmail zugesandt. Eine Möglichkeit wäre, das Sie ein einfaches Kennwort vergeben, um zunächst alle Einstellungen nach verdächtigen Einträgen im Konto zu überprüfen. Dann kann ein Neues erstellt werden. Alle verbundenen Konten müssen danach überprüft und gesichert werden. Sie sollten davon aber schon etwas verstehen, sonst kann es sehr gefährlich werden.

Alle E-Mails laufen über Ihren Zugang. Private E-Mails, Passwörter, bei welchen Seiten Sie angemeldet sind, Bestellbestätigungen, Zahlungen sind sehr interessant bei Hackern. Zum Beispiel bestellen Sie gern bei eBay und bezahlen per Paypal oder mit Ihrer Kreditkarte bei Amazon. Damit kann der Einbrecher eine Lieferung auslösen, sie bezahlen und an eine andere Adresse versenden lassen. Sie würden darüber nichts erfahren, weil Sie keine elektronische Post über diese Vorgänge mehr erhalten. Amazon hat diese Lücke bereits soweit geschützt, dass Ihre Kreditkartennummer erneut eingegeben werden muss, wenn die Lieferadresse ändert. Aber diese kennt der Dieb schon, weil Ihre Kontoauszüge ebenfalls in Ihrem Postfach liegen.

Damit so etwas nicht geschieht, ist es zwingend notwendig sichere Passwörter zu benutzen. Ich weiß, die kann sich eh keiner merken…

Doch!

Angenommen Sie sind Hundebesitzer. Ihr Hund heißt Ella. Sie müssen jeden Tag um 8 Uhr auf Arbeit und kommen 17 Uhr nach Hause. Das sind Ihre Passwortgrundlagen. Doch wie geht das nun? Sie überlegen sich einen langen Satz der die Grundlagen enthält.

Ein Beispielsatz wäre: „Jeden Tag muss ich mit Ella nach 17 Uhr Gassi gehen!“ Das Passwort wären die Anfangsbuchstaben inklusive der Zahlen und Sonderzeichen.

Jeden Tag sollte ich mit Ella nach 17 Uhr raus gehen! In diesem Fall lautet es „JTsimEn17Urg!“. Genial oder?

Ein anderes Beispiel wäre:

Mein Hund Ella tanzt jeden Tag um 8 Uhr mit 4 Pfoten auf dem Tisch. – „MHEtjTu8Um4PadT.“

Je länger das Kennwort, um so sicherer ist es! Um auf verschiedenen Webseiten andere Passwörter zu haben und trotzdem das gleiche Kennwort verwenden zu können, wird dieses mit anderen Daten ergänzt. Zum Beispiel erweitern Sie Ihr Passwort um den Anfangsbuchstaben der Seite und die Anzahl der Buchstaben der Adresse.

Bei Google wird aus “ JTsimEn17Urg!“, „GJTsimEn17Urg!6“ – bei knuddels dann „kJTsimEn17Urg!8“. Der Anfangsbuchstabe der Webseite klein oder groß an den Anfang, die Anzahl der Buchstaben ans Ende. Es gibt noch tausende verschiedene Lösungen. Ein Hacker errät nur in Ausnahmefällen das Kennwort, meist wird ein Cracker eingesetzt. Der muss viele Jahre rechnen wenn das Passwort Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthält. Meist ist das aussichtslos und er sucht sich ein leichteres Opfer.

Eine andere Möglichkeit ist ein Passwortmanager. Wir empfehlen Roboform. Diese Manager erstellen sichere Passwörter und speichern diese in einer Datenbank. Diese ist verschlüsselt. Zum Öffnen dieser benötigen Sie ein Masterpasswort. Ist dieses allerdings wiederum ein einfaches sechsstelliges Kennwort…

Wir drücken die Daumen!

Dieser Beitrag wurde unter Ratgeber abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.