Smart Home – soll ich oder soll ich nicht und wenn, welches System ist für mich perfekt? – Teil 3

Alexa, Google Assistant oder Siri? Welches System ist denn nun am besten?

Beginnen wir mit dem derzeit überschaubarsten System, der Apple Smart Home Technologie.

Das Apple HomeKit wurde mit iOS8 eingeführt und über die Sprachsteuerung Siri können seine zertifizierten Smart Home Komponenten Eve von der Firma Elagato und Hue der Firma Philips angesprochen werden. Elgato bietet Funksteckdosen mit integrierter Verbrauchsmessung, Wetterstationen, Tür-Fensterkontakte und ein Messgerät zur Luftqualität. Philips bietet ein LED-Lichtprogramm mit intelligenten LED Leuchtmitteln an, die gedimmt oder Farbtemperatur angepasst werden können. Ebenso können Farben Stimmung erschaffen.

Siri kann über iPhone, iPad und iPod touch die Steuerung der einzelnen Komponenten übernehmen. Dafür hat jeder Hersteller seine eigene App, die die jeweiligen Geräte steuert und mit Siri verknüpft. Allerdings fehlt die Bedienung für Eve außerhalb des Hauses. Die kann man nachrüsten, benötigt dafür aber die Set-Top-Box Apple TV. Inzwischen kann man wie bei den anderen Systemen auch einen Lautsprecher mit eingebauten Mikrofonen nutzen, der allerdings mit rund 330€ zu Buche schlägt. Der Funktionsumfang gegenüber Amazon und Google ist stark eingeschränkt. Im Moment arbeiten noch nicht sehr viele Smart Home Hersteller mit Apple zusammen. Deshalb gehen wir direkt zu den Mitbewerbern.

Alexa dagegen, beherrscht schon über 50.000 Skills. Ein Skill ist vergleichbar mit einer App, die durch Ihre Installation den Sprachassistenten um eine Funktion erweitert. Allerdings ist die Bedienung etwas unnötig. Um beispielsweise nach dem Wetter zu fragen, installiert man WetterOnline und kann nachher fragen: „Alexa, frage WetterOnline, wie das Wetter morgen wird.“ Ein anderer Skill ist „Bring!“, die Einkaufsliste. Dort heißt es: „Alexa, öffne Bring und füge Milch hinzu!“ Jede Funktion muss man beim Namen kennen und nennen, sonst erkennt Alexa dies nicht. Amazons Sprachassistent reagiert nur bei korrekt benannten Befehlen.

Hardwaretechnisch ist Alexa gut aufgestellt. Ob drei Ausführungen beim Lautsprecher Amazon Echo (ca. 100€), Echo Dot (ca. 60€) oder Echo Plus (ca. 150€) oder auch die Geräte mit Display, wie Echo Spot (ca. 130€), der Wecker im Schlafzimmer oder das Tablet Pendant Echo Show (ca. 220€) mit 7″ Display, es ist für alles gesorgt. Smart Home Geräte, die zentral verwaltet werden, gibt es wie Sand am Meer. Ihr könnt alles Mögliche steuern, von A wie Alarmanlage bis Z wie Zahnbürste. Alle Hersteller aufzuzählen wäre echt lang.

Negativ aufzuführen, wäre die Tatsache, dass 2018 in der Kategorie Verbraucherschutz der Negativpreis „Big Brother Award“ an Alexa verliehen wurde. Ehrenhalber hat die Jury Alexa ausgewählt, weil Amazon 24h rund um die Uhr Euer Zuhause abhört, die gesammelten Daten in die Cloud überträgt und monatelang speichert. Diese „Rund um die Uhr“-Überwachung soll sicherstellen, dass Alexa auch garantiert mitbekommt, wenn Ihr sie ansprecht.

Google ist in diesem Bereich auch nicht besser. Der Daten-Krake sammelt ebenso Daten. Nur will Google nicht, dass Ihr einkauft. Eine Bestelloption wie bei Amazon gibt es nicht.

Der Google Assistent selbst ist auf allen Android Smartphones zu finden und hilft bei allen Gelegenheiten, ob Ihr den Weg nach Hause sucht und wie viel Zeit Ihr dazu benötigt, weil aktuell ein Stau den Weg blockiert oder ob Ihr einen Kalendereintrag vornehmen wollt. Das Wetter erfragt man ohne einen Skill installieren zu müssen. Ständig lernt Google dazu und man freut sich wie der Vater über sein Kind, das gerade den ersten Schritt getan hat, weil Google gerade gelernt hat, dass Licht gleich Lampe bedeutet.

Lautsprecher erhält man ebenso in drei Ausführungen, den Google Home Max (ca. 400€) als wuchtige Subwoofer Box, den Google Home (ca. 150€) und den Google Home Mini (ca. 60€). Dazu streamt man mit dem Handy, Tablet oder Laptop Musik oder Filme über den Chromecast auf den Fernseher. Smart Home wird wie bei Alexa großgeschrieben und endlose Geräte können per App oder Sprache gesteuert werden. Alles kann automatisiert werden, vom Garagentor bis zur Kaffeemaschine. Man lässt sich mit einem simulierten Sonnenaufgang der Philips Hue LED Lampen wecken und startet den Rasenmäher im Garten. Alles ist möglich.

Im Gegensatz zu Alexa sagt man direkt „Hey Google, setze Milch auf meine Einkaufsliste.“ und fragt im Geschäft mit „Hey Google, zeige mir meine Einkaufsliste.“ seinen Assistenten auf dem Smartphone. Ihr könnt noch im Auto ohne die Hände zu benutzen eine Nachricht zu Hause auf allen Lautsprechern ausgeben, dass jemand Euch die Einkaufstaschen abnimmt, wenn Ihr nach Hause kommt.

Nun könnt Ihr Euch selbst eine Meinung bilden, ob oder was Ihr braucht. Ich beantworte auch gern Eure zahlreichen Fragen. Mein Fazit gibt’s im vierten Teil.

Share : Teile auf FacebookTeile auf TwitterTeile auf GooglePlus
Dieser Beitrag wurde unter Ratgeber abgelegt und mit , , , , , , , , , , , , , , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar